Kategorie: Kreistag

  • Gesundheitsversorgung im Kreis Euskirchen: Vorsorge statt Nachsorge

    Wie sichern wir eine wohnortnahe haus- und fachärztliche Versorgung im Kreis Euskirchen – nicht nur heute, sondern auch in den kommenden Jahren? Mit dieser Frage hat sich der Ausschuss für Gesundheit und Bevölkerungsschutz auf gemeinsamen Antrag der CDU- und SPD-Kreistagsfraktionen befasst.

    Aktuell noch vergleichsweise gut aufgestellt

    Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein stellte dem Ausschuss die aktuellen Versorgungsdaten und mögliche Handlungsansätze vor. Rund 125 Hausärztinnen und Hausärzte sind derzeit im Kreisgebiet tätig. Rechnerisch liegt der Versorgungsgrad kreisweit leicht über dem Soll. Diese Zahl sagt jedoch wenig darüber aus, wie die Situation vor Ort erlebt wird. Lange Wartezeiten, weite Wege und die ungleiche Verteilung von Praxen bleiben für viele Menschen spürbare Probleme.

    Der Generationenwechsel braucht frühzeitige Antworten

    Besondere Aufmerksamkeit verdient die Altersstruktur der Ärzteschaft. Viele Praxen werden in den kommenden Jahren eine Nachfolge benötigen. Gleichzeitig verändern sich die Erwartungen junger Medizinerinnen und Mediziner. Flexible Arbeitsmodelle, Kooperationen und eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewinnen an Bedeutung.

    Für die Entscheidung über einen Praxisstandort zählen zudem attraktive Lebensbedingungen: Kinderbetreuung, bezahlbarer Wohnraum, Infrastruktur, Kultur- und Freizeitangebote sowie berufliche Perspektiven für Partnerinnen und Partner. Damit können auch Kreis, Städte und Gemeinden einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung leisten.

    Vorsorge statt Nachsorge

    Für mich ist entscheidend: „Gesundheitsversorgung bedeutet Vorsorge statt Nachsorge.“ Gute statistische Werte dürfen uns nicht dazu verleiten, erkennbare Risiken zu unterschätzen. Wir müssen die Entwicklung gemeinsam mit den Erfahrungen der Menschen betrachten und rechtzeitig die Voraussetzungen schaffen, damit Haus- und Fachärzte auch künftig gern im Kreis Euskirchen arbeiten.

    Die weitere Entwicklung werde ich im Ausschuss aufmerksam begleiten. Eine erreichbare medizinische Versorgung gehört zu den zentralen Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge in unserem Flächenkreis.


    Der ausführliche Beitrag erschien zuerst bei der CDU-Kreistagsfraktion Euskirchen.

  • Förderschulcampus in Kuchenheim: Eine Entscheidung für bessere Bildungschancen

    Der Ausschuss für Bildung und Soziales hat am 18. November 2025 einstimmig empfohlen, die Planung eines gemeinsamen Campus für die beiden kreiseigenen Förderschulen am Standort der Matthias-Hagen-Schule in Euskirchen-Kuchenheim weiterzuverfolgen.

    Großer baulicher und pädagogischer Handlungsbedarf

    Sowohl die Matthias-Hagen-Schule als auch die Hans-Verbeek-Schule benötigen dringend eine langfristige Perspektive. Veraltete und teilweise geschädigte Gebäude, fehlende Barrierefreiheit, zu kleine Räume und steigende Schülerzahlen erschweren den Schulalltag. An der Hans-Verbeek-Schule müssen derzeit sogar mehrere Klassen in Containern unterrichtet werden.

    Gemeinsamer Campus mit modernen Lernräumen

    Die empfohlene Variante sieht moderne Neubauten für beide Schulen auf einem gemeinsamen Campus in Kuchenheim vor. Geplant sind zusätzliche Klassen- und Differenzierungsräume, zeitgemäße Fachräume, barrierefreie Gebäude und flexibel nutzbare Lernlandschaften. Gemeinsame Bereiche ermöglichen Synergien, während beide Schulen ihre jeweiligen pädagogischen Schwerpunkte behalten.

    Nach der Vorstudie verbindet diese Lösung die beste pädagogische Qualität mit vergleichsweise geringen Risiken. Mit geschätzten Baukosten von rund 56,5 Millionen Euro war sie zugleich die wirtschaftlichste der untersuchten Varianten. Im günstigsten Fall wurde eine Fertigstellung bis Ende 2030 in Aussicht gestellt.

    Ein starkes Signal für Kinder und Familien

    Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf brauchen Schulen, die Lernen ermöglichen und ihre Entwicklung bestmöglich unterstützen. Die einstimmige Empfehlung schafft eine Grundlage für bessere Bildungschancen, moderne sonderpädagogische Förderung und verlässliche Perspektiven für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Beschäftigte.

    Nun kommt es darauf an, die pädagogischen Anforderungen sorgfältig auszuarbeiten, Grundstücksfragen zu klären und die weiteren Planungsschritte zügig auf den Weg zu bringen.


    Der ausführliche Beitrag erschien zuerst bei der CDU-Kreistagsfraktion Euskirchen.

  • CDU begrüßt einstimmigen Beschluss zur Zukunft der Förderschulen

    Der Ausschuss für Bildung und Inklusion hat gestern einstimmig den Weg für eine umfassende Vorstudie zur Weiterentwicklung der Förderschulen im Stadtgebiet Euskirchen freigemacht. Untersucht werden zwei Varianten: die Schaffung eines modernen Förderschulcampus für die Hans-Verbeek-Schule und die Matthias-Hagen-Schule auf dem Gelände des Thomas-Eßer-Berufskollegs oder alternativ Sanierungen und Erweiterungen an den bisherigen Standorten.

    „Wir wollen bestmögliche Lernbedingungen für Kinder mit besonderem Förderbedarf schaffen. Ein gemeinsamer Campus bietet große Chancen: Synergien bei Fachräumen, kurze Wege, mehr Inklusion und moderne Pädagogik unter einem Dach“, so Karsten Stickeler, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. „Gleichzeitig müssen aber auch wirtschaftliche und bauliche Fragen gründlich abgewogen werden – genau das soll diese Vorstudie leisten.“

    Die CDU-Fraktion unterstützt ausdrücklich die ergebnisoffene Prüfung beider Optionen. Klar ist: Der aktuelle Sanierungsbedarf, vor allem an der Matthias-Hagen-Schule, erfordert zeitnah tragfähige Lösungen. Der geplante Beteiligungsprozess der Schulen („Phase Null“) ist aus Sicht der CDU dabei ein entscheidender Baustein, um die Bedarfe der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte frühzeitig in die Planungen einzubeziehen.

    Wir werden den weiteren Prozess konstruktiv und mit klarer bildungspolitischer Haltung begleiten – zum Wohle der Kinder, der Familien und der gesamten Schullandschaft im Kreis Euskirchen.

  • Pflegeplanung für die Zukunft

    Der Ausschuss für Soziales und Gesundheit des Kreistags Euskirchen hat sich am 11.03.2025 intensiv mit der Pflegeplanung für den Kreis Euskirchen befasst. Grundlage war der umfassende Bericht des Instituts für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH (ISG) mit Stichtag 31.12.2023. Dieser Bericht skizziert eindrücklich, wie sich der demografische Wandel in unserem Kreisgebiet weiterentwickeln wird und welche Herausforderungen damit verbunden sind.

    Bis zum Jahr 2045 wird die Zahl der hochaltrigen Einwohnerinnen und Einwohner über 80 Jahren im Kreis Euskirchen voraussichtlich um 67 % steigen. Diese Entwicklung stellt unsere Kommunen vor große Aufgaben. Bereits jetzt gibt es deutliche regionale Unterschiede. Gleichzeitig ist ein Mangel an qualifizierten Pflegekräften schon heute eine der zentralen Herausforderungen, die sich in Zukunft noch weiter verschärfen wird.

    In der kommunalen Pflegeplanung steht daher das Prinzip „ambulant und teilstationär vor stationär“ im Mittelpunkt, um Menschen möglichst lange ein selbstständiges Leben in ihrem gewohnten Wohnumfeld zu ermöglichen. Wichtig hierfür sind neben ambulanten Pflegediensten auch niedrigschwellige Hilfen, präventive Angebote sowie seniorengerechtes Wohnen und eine gute soziale Infrastruktur im Quartier.

    Hierzu betont der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Karsten Stickeler:

     „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass wir dringend innovative Lösungen für eine zukunftsfähige Pflegeinfrastruktur brauchen. Pflege muss sowohl für Pflegebedürftige als auch für ihre Angehörigen besser organisiert und unterstützt werden. Unser Ziel als CDU-Kreistagsfraktion ist klar: Wir wollen die Menschen in unserem Kreis bestmöglich darin unterstützen, so lange wie möglich eigenständig und selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben zu können. Deshalb setzen wir uns für den Ausbau einer wohnortnahen, bedarfsgerechten und breit aufgestellten Angebotsstruktur ein. Dabei müssen auch digitale und technische Innovationen stärker genutzt und gefördert werden.“

    Insgesamt empfiehlt der ISG-Bericht gezielte Maßnahmen, insbesondere zur Verbesserung der ambulanten und teilstationären Pflegeangebote, zur Schaffung zusätzlicher barrierefreier Wohnmöglichkeiten sowie zur stärkeren Vernetzung zwischen professionellen Anbietern, ehrenamtlichen Initiativen und kommunalen Beratungsstellen. Die CDU-Fraktion wird sich dafür einsetzen, diese Empfehlungen aktiv aufzugreifen und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger umzusetzen.

    Den Bericht zur Pflegeplanung finden Sie hier.

  • Filmvorführung zur Aufklärung über psychische Gesundheit

    Am 15. Oktober 2024 war ich als stellvertretender Fraktionsvorsitzender bei der Vorführung des Films Expedition Depression im Cineplex Euskirchen. Eingeladen hatte der Paritätische Wohlfahrtsverband, um auf die Herausforderungen aufmerksam zu machen, denen junge Menschen mit psychischen Erkrankungen, insbesondere Depressionen, begegnen.

    “Expedition Depression”, unter der Regie von Michaela Kirst und Axel Schmidt, begleitet fünf junge Menschen auf ihrer Reise quer durch Deutschland. Dabei teilen sie ihre persönlichen Erfahrungen und Bewältigungsstrategien im Umgang mit Depressionen. Der Film bietet einen eindrucksvollen und tiefgehenden Einblick in das Leben Betroffener und fördert ein besseres Verständnis und Mitgefühl für Menschen mit psychischen Belastungen.

    „Es ist wichtig, dass wir über psychische Erkrankungen offen sprechen und Hilfsangebote in unserer Gesellschaft stärken,“ betonte Karsten Stickeler, der auch Sprecher unserer Fraktion im Ausschuss für Soziales und Gesundheit ist. „Gerade junge Menschen brauchen unsere Unterstützung, damit sie ihren Weg finden und mit ihren Herausforderungen nicht alleine bleiben.“

    Die CDU-Kreistagsfraktion Euskirchen setzt sich für die Unterstützung von Initiativen zur psychischen Gesundheit ein und möchte auf die Bedeutung eines zugänglichen Angebots an Hilfsmaßnahmen für unsere Gemeinschaft hinweisen. Besonders wichtig sind hier die verschiedenen Selbsthilfegruppen in unserem Kreis, die mit großem ehrenamtlichen Engagement von Betroffenen betrieben werden.

    Dank an den Paritätischen Wohlfahrtsverband und den Geschäftsführer Michael Kehren!